BISHER FESTSTEHENDE WORKSHOPS:

DONNERSTAG, 18. MAI

*Trans*itionierende Körperwahrnehmung*
@t.b.a., 14-17 Uhr

Lesung: Ika Elvau: „Inter*Trans*Express“ + Konzert: R.Y.F.
@t.b.a., 18 Uhr

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FREITAG, 19. MAI

Kreativ Schreiben/TheaterPerformance: „Imagination – Krise – Wirklichkeit“
@MonaLiesa, Bernhard-Göring-Straße 152, 10-17 Uhr

Tanz-/Choreografie
@Wagenplatz Connewitz
Achtung, zweiteilig!
Fr., 19.05., 12-18 Uhr (bei passender Motivation gern auch länger)
Sa., 20.05., 10:30-13 Uhr, abends: Aufführung @Zoro, Bornaische Str. 54

Schweißen
@Wagenplatz Connewitz
Achtung, zweiteilig! ist schon voll, bitte nicht mehr anmelden
Fr., 19.05., 12-17 Uhr
Sa., 20.05., 12-16 Uhr

LKW-Schrauber*innen-Einführung
@Wagenplatz Connewitz, 13-17 Uhr

Go fuck yourselves – Kinky DIY Sextoys
@Wagenplatz Connewitz, 12-16 Uhr

Raise your voice! Einführung in die Stimm- und Sprecharbeit
@Frauenkultur, Windscheidstraße 51, 14-16 Uhr

Tattoo
@Dölitzer Str., 14-19 Uhr

Kritische Weiblichkeit(en)
@LinXXnet, Bornaische Str. 3D, 17-20 Uhr

Lesung: WoMANtís RANDom: „Gummiband-Familien – rubberband-families“ & SchwarzRund: „Biskaya“
@MonaLiesA, Bernhard-Göring-Straße 152, 19-20:30 Uhr

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SAMSTAG, 20. MAI

Elternschaft und Feminismus
@Dölitzer Str., 10-12 Uhr / 13-16 Uhr

Tanz-/Choreografie
@Wagenplatz Connewitz, !2. Teil!, 10:30 – 13 Uhr
abends: abends: Aufführung @Zoro, Bornaische Str. 54

Schweißen
@Wagenplatz Connewitz, !2. Teil!, 12-16 Uhr

Vulva – Körper, Lust und Selbstermächtigung
@t.b.a., 12-15 Uhr

Autoschrauben
@Wagenplatz Connewitz, 12-16 Uhr

Workshop: Spoken Word
@Wagenplatz Connewitz, 13-16 Uhr

How to make Music with a Computer
@Frauenkultur, Windscheidstraße 51, 15-19 Uhr

Transmisogynie-Workshop
@LinXXnet, Bornaische Str. 3D, 16-19 Uhr

Lesung: Mithu M. Sanyal: „Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens“
@MonaLiesa, Bernhard-Göring-Straße 152, 19 Uhr

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DETAILS:

DONNERSTAG, 18. MAI

*Trans*itionierende Körperwahrnehmung* – /Ein Empowerment-Workshop von und für Trans*personen/
@t.b.a.
Donnerstag, 18.05., 14-17 Uhr
von Emy Fem

Eingeladen sind: Trans*personen
Dauer: ca. 4h
Um euch für den Workshop anzumelden, schreibt bitte an: femmepower[at]gmx.de

Wir werden als Trans*personen sowohl exotisiert als auch stigmatisiert. Sind ständig damit konfrontiert etwas „besonderes“ zu sein. Es ist für viele Trans*personen schwierig unter diesen Bedingungen zu bemerken wer wir eigentlich sind. Unsere, teils sich verändernde, Körper, Gefühle und Sexualität wahrzunehmen. Es fühlt sich gut an eine passende Beziehung zu dem eigenen Körper und der eigenen Sexualität aufzubauen. Dabei hat keine_R das Recht uns diese abzusprechen. Welche Wörter, Berührungen und Handlungen fühlen sich richtig und gut an? Was tust Du weil es von Dir so verlangt/zugewiesen wird? Lebst Du die Sexualität die zu Dir passt oder folgst Du unpassenden Wünschen und Zuweisungen anderer? Lasst uns entdecken was sich gut anfühlt. Uns nicht lange an Diskursen und Theorien aufhalten sondern lernen uns einfach nur so lieben wie wir sind. Durch praktische Körperarbeit wird das Bewusstsein und das Gefühl für den eigenen Körper im Kontext zur Wahrnehmung des eigenen Geschlechts, Körpers und der Sexualität gefördert. Begib dich in unserem sicheren Rahmen auf die lustvolle Reise zu Dir selbst und versuch dich in diesem Workshop von Fremdzuweisungen zu befreien.

Emy Fem ist eine Sexarbeiterin, workshopleiterin und Aktivistin mit einem transitionierenden transgendered Körper. Sie arbeitet auf unterschiedlichsten Ebenen an den Themen Körper und Sexualität. Den workshop „trans*itionierende Körperwahrnehmung“ hat sie in unterschiedlichen Kontexten mit verschiedenen Workshopleiter_Innen mehrfach angeboten und verändert.
www.emyfem.net

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Lesung: Ika Elvau: Inter*Trans*Express – Eine Reise an und über Geschlechtergrenzen + Konzert: R.Y.F.
@t.b.a.
Donnerstag, 18.05., 18 Uhr

Mit dem Inter*Trans*Express nach Queertopia – mit Zwischenstopps am Sockenregal, in der Selbsthilfegruppe und dort, wo es am Horizont glitzert.

Das Buch verhandelt Kurzgeschichten, Gedichte und Zeichnungen von Alltag und Widerstand als Genderoutlaw. Es beschreibt persönliche Erfahrungen und macht damit Inter*Perspektiven sichtbar. Dem vermeintlichen Expert*innentum und der Pathologisierung seitens der Medizin und Psychologie wird hier eine emanzipatorische Selbstdefinition von Geschlecht außerhalb der Kategorien Mann oder Frau entgegengesetzt.

Noch immer gibt es im deutschsprachigen Raum mit wenigen Ausnahmen kaum Bücher über Intersexualität, in denen Inter* selbst zu Wort kommen – anstelle von vermeintlichen Expert*innen. Es soll ohne zu viel (Gender)Theorie – aber mit emanzipatorischem Anspruch – klar werden, was es in der Realität bedeutet, in eine Welt der Männer und Frauen geboren zu werden – ohne selbst eines von beiden zu sein. Manchmal traurig, manchmal wütend, manchmal einfach nur verwirrt oder belustigt von dieser Zwei-Geschlechter Matrix.

Autor*in Ika Elvau beteiligt sich künstlerisch und aktivistisch an der Schaffung einer Queertopia, einer Gesellschaft ohne (Geschlechter-)Hierarchien.

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FREITAG, 19. MAI

Kreativ Schreiben/TheaterPerformance-Workshop: „Imagination – Krise – Wirklichkeit“
@MonaLiesa, Bernhard-Göring-Straße 152
Freitag, 19.05., 10-17 Uhr (mit Pause)
plus Präsentation am Abend
von Ani Lachnitt und Kaśka Bryla

Eingeladen sind: Frauen Lesben Trans Intersexpersonen
Teilnehmer*innenzahl: max. 15
Anmeldung an: katherin.bryla[at]yahoo.com
Es sind keine Vorkenntnisse notwendig.

Der Workshop ist eine Kollaboration der Zeitschrift PS:Anmerkungen zum Literaturbetrieb/Politisch Schreiben und der Theatermacherin Ani Lachnitt.

„Imagination Krise Wirklichkeit“ lautet das Thema der kommenden Ausgabe von PS. Davon inspiriert wollen wir im Rahmen des Ladyfests gemeinsam mit euch Theatertexte erarbeiten, daraus Kurzstücke entwickeln und performen. Das Theater als Kunstform sowie gesellschaftskritischer Spiegel lebt von Imagination, um Wirklichkeit fassbar zu machen und gleichsam eine neue Realität zu schaffen. Wenn ich schreibe oder schauspiele, imaginiere ich bestimmte Situationen, Gefühle, Prozesse. Ein künstlerischer Weg von der Vorstellung über die Krise hin zur Realisation. Während im Theater die Krise Teil eines kreativen Schaffensprozesses ist, wird sie oft als manipulatives Mittel eingesetzt – meistens, um Ängste zu schüren: „Das Boot ist voll“-Rhetorik, die absurde Sorge um ein „europäisches Abendland“ oder der „Brexit“ als Konsequenz solchen Ängsteschürens sind nur einige Beispiele von vielen. Mit unserem Workshop verführen wir euch dazu, die Krise zu nutzen und mit ihr in eine kreativ-kritische Auseinandersetzung zu gehen.

Den Workshop gliedern wir in zwei Teile: Am Vormittag erarbeiten wir mit Methoden aus dem kreativen Schreiben kurze szenische Texte, welche am Nachmittag als Kurzstücke inszeniert und am Abend als Werkschau präsentiert werden.

Angeleitet von:
Ani Lachnitt (Theaterpädagogin, Regisseurin), freischaffende Theaterpädagogin/Regisseurin/Performerin. Theaterstudium an der UDK Berlin/Sozialpädagogikstudium an der HTWK Leipzig. Mitarbeit u. a. am Theater an der Parkaue – Kinder- und Jugendstaatstheater Berlin, Schauspiel Weiden, Das letzte Kleinod, Theaterdialog, Shakespeare Company Berlin, Mikub. e.V., Frauen- und Lesbenzirkus Tentabulles. Zudem tätig als CoProjektleiterin im Theaterspielraum Bethanien sowie als Cogründerin und Produktionsleitung für Melon Rouge Varieté Shows.

Kaśka Bryla (Schriftstellerin, Redakteurin von PS), freischaffende Schriftstellerin, studiert am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Austauschjahr an der Universität der freien Künste in Berlin – Szenisches Schreiben. Mitbegründerin der Literaturzeitschrift PS. Teil des Netzwerks NIDS (Neues Institut für dramatisches Schreiben). Mitbegründerin des Theater/Performancekollektivs: Institute for Implicit Revulsion.

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Tanz-/Choreografie-Workshop (Contemporary Dance/Physical Theatre)
@Wagenplatz Connewitz
Achtung, zweiteilig!
Freitag, 19.05., 12-18 Uhr (bei passender Motivation gern auch länger),
Samstag, 20.05., 10:30-13 Uhr,
abends: Aufführung @Zoro, Bornaische Str. 54

Eingeladen sind: Alle Menschen, die in der Lage sind einander zu achten
Teilnehmer*innenzahl: ab 2 bis max. 12
Vorkentnisse im Bühnentanz sind nicht erforderlich. Ich erwarte von euch keinen Spagat, dafür den Willen und die Lust, tanzen und sich ausdrücken zu wollen.

Wir werden ein kleines Tanzstück auf die Beine stellen und am Ende vorführen. Wir arbeiten mit verschiedenen TanzimprovsationsTechniken an einem Thema das ich aufgrund der Vorbereitung leider vorgeben werde. Wie kann der Körper Geschichten erzählen ohne zu sprechen und ohne pantomimisch darzustellen? Wir werden die Ausdruckskraft der Körpersprache erwecken, mit und an ihr arbeiten. Bewegte Bilder schaffen. Ihr werdet überrascht sein, wie schnell und einfach durch bestimmte Techniken ausdrucksstarkes choreografisches Material entsteht.

Als erstes werden wir uns unserer eigenen Körperwahrnehmung zuwenden und uns auf die choreografische Arbeit vorbereiten. Es geht darum, den Körper warm zu machen, Bewegungspotential kennen zu lernen und vor allem als erstes einmal Blockaden abzubauen und uns frei zu machen vom Alltag und von Berührungsängsten mit dem „körperlichen Laufen lassen“ und eventueller Scham.

Wir werden kurze choreografische Sequenzen tanzen, um den Körper zu erwecken und warm zu halten. Im Laufe des Tages werden wir dann selbst Sequenzen entwickeln, teils in Paararbeit, teils in Gruppenarbeit, die später zu einer Gesamtchoreografie zusammengefasst werden. Die Sequenzen werden durch verschiedenene Improvisationstechniken gefunden, die ich anleite und strukturiere. Wir machen uns dafür verschiedene choreografische Prinzipien zunutze, um Bewegungen zu finden und zu modifizieren.

Tanz ist nicht nur die stumpfe Abfolge von einstudierten Bewegungen, Tanz ist Ausdruck! Daher braucht ihr keine Vorerfahrung im Tanz. Ihr braucht nur den Willen, tanzen zu wollen. Eine kleine Bewegung kann sehr ausdrucksstark sein, wenn ihr etwas in ihr seht und hineingebt.

Wir werden mit Tanztechniken aus dem Contemporary Dance, Contact Improvisation,Impro-und Isolationstechniken und viel mit dem Boden arbeiten. Wenn ihr Knieschoner habt, bringt sie ruhig mit, für Anfänger`*innen können sie durchaus nützlich sein.

Tanz eröffnet neue Ebenen, so wird Raum z. B. immer wieder neu konstruiert (so wie auch wir uns im Tanz neu konstruieren können) und löst bisweilen seine Dreidimensionalität auf. Auch diese Prinzipien von Vierdimensionalität machen wir uns zunutze , indem wir den sichtbaren drei eine meist unsichbare vierte Dimension im Raum hinzufügen. Dies kann Bewegung, Zeit, Dynamik, innerer und äußerer Raum , Emotion oder Musik sein. Und genau dadurch wird trotz abstraktem Arbeiten im Tanz eine Thematik sichtbar und erlebbar. Der Raum wird mit Inhalt gefüllt, wie mit einem Stift zeichnen wir mit unseren Körpern in den Raum und erzählen, was uns bewegt – und es wird die Zuschauer*innen bewegen, ohne dass sie unbedingt wissen warum.

Wir werden die Choreografie vorführen. Je nachdem wie wir arbeiten, kann ein kurzes Stück enstehen. Unter Umständen kann es aber auch passieren, dass es schnell sehr lang wird, da es tatsächlich verblüffend ist, wie schnell gute Kompositionen entstehen. Ich würde die Länge aber auf 20 Minuten minimieren.

Thema:
Wir befassen uns mit dem Thema eingepfercht zu sein, eingepfercht in einem Körper, in einem Rollenbild. Was wird von uns verlangt und was sind wir in der herrschenden zweigeschlechtlichen Einteilung als Frau oder Mann? Wir kommen zur Welt wie ein unbeschriebenes blatt. Im Laufe der Zeit wird der Zettel gefüllt und anstatt die eigene Geschichte zu schreiben, wird immer wieder von außen dran rumradiert, Sätze hinzugefügt und ganze Seiten voll geschrieben mit dem, wie du als Mensch sein sollst und dich zu verhalten hast.

Ich gehe von dem Standpunkt der inneren Gleichheit der verschiedensten biologischen Geschlechter aus und werde dies als Ausgangspunkt für das choreografische Arbeiten benutzen. In verschiedenen Impros soll erforscht werden, welche Mechanismen es gibt, die diese Gleichheit zerstören. Was presst uns in Rollen? Und wann fängt es an? Was macht uns zu einem Mann oder einer Frau? Und was ist, wenn ich mich gar nicht fühle, wie es mir das klassische gesellschaftliche Frauen/Männerbild, mit dem ich aufwachse, vorgibt?
Wie kann aus diesem Gitter ausgebrochen und Geschlechter dekonstruiert werden? Wie kann ich mich selber erfinden als das, was ich empfinde und bin?

All diese Fragen werden wir in Bewegung umsetzen und collagenartig ein Tanzstück zusammenstellen, das diese Thematik berührt.

Eine kleine Warnung:
Es wird viel Körperkontakt geben, auch sehr engen, bisweilen intim anmutenden, der aber vollständig frei von einem sexualisierten Kontex ist. Dennoch kann es schwierig sein für manche Menschen, mit unbekannten anderen so viel Körperkontakt zuzulassen. Wenn ihr damit ein Problem habt, entscheidet euch entweder gegen den Workshop oder lasst euch bewusst darauf ein und kommuniziert es bitte mit mir und der Gruppe, dass ihr da vorsichtig sein müsst. Wenn etwas zuviel ist, könnt ihr euch immer rausziehen, ohne dass euch wer doof anschaut oder fragt, und wieder einsteigen, wenn es wieder passt. Es passiert oft beim Tanzen, dass Leute einfach anfangen zu weinen, da emotional viel passiert und manchmal Bereiche im Körper und der Seele berührt werden, die wir in unserem Alltag nicht erreichen. Tanzen kann sehr viel auslösen. Das ist ok und auch gut so! Aber nehmt euch euren Raum, den ihr braucht, hört auf euch und zwingt euch zu nichts.

Die Arbeit mit einer Kamera ist unumgänglich für den Workshop. Damit Sequenzen nicht verloren gehen und wir sie hinterher wieder nachtanzen können, werden die Zwischenergebnisse der Arbeitsabschnitte mit der Kamera festgehalten. Es muss also für euch ok sein, wenn ihr gefilmt werdet. Auch das Stück würde ich sehr gerne filmen, darüber werden wir aber im Workshop zusammen entscheiden.

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Workshop: Schweißen
@Wagenplatz Connewitz
Achtung, zweiteilig!
Freitag, 19.05., 12-17 Uhr
Samstag, 20.05., 12-16 Uhr

Eingeladen sind / Who’s invited: Angehende SchweißerInnen ohne Vorkenntnisse / Future welders without previous knowledge
TeilnehmerInnenzahl begrenzt, wenn ihr sicher mitmachen wollt, meldet euch gerne vorher an! // leider schon voll, bitte nicht mehr anmelden // mareike.schwarz[at]yandex.ru
Number of participants is limited. If you want to make sure to join, write us a message! // sorry, no more registration possible // mareike.schwarz[at]yandex.ru

Fächerscheibe, Lichtbogen, Funkenflug, Legierung, Trennschleifer, Schraubstock… und ist das da die berühmte Schlacke? Dieser hitzige Workshop klärt über Werkzeuge, Schweißtechniken und verschiedene Metalle mit ihren Eigenschaften auf. Kurz: Was kann ich eigentlich wie zusammenbretzeln?

Neben Lernen und Ausprobieren werden wir zusammen etwas künstlerisches und technisches produzieren. An beiden Tagen zu kommen ist sinnvoll.

Es wird heiß und dreckig <3

/

This flaming workshop introduces tools, welding methods and metals with their different properties. In short, what can I melt together and how? Next to learning and trying we will produce something artistical and technical.

To join both days makes sense!

It‘s gonna be hot and dirty <3

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Workshop: LKW-Schrauber*innen-Einführung
@Wagenplatz Connewitz
Freitag, 19.05., 13-17 Uhr

Teilnehmer*innenzahl: max. 10
Voranmeldung erwünscht: nix[at]riseup.net

Wie funktionieren Motor, Bremsen, Lichter etc., und was für Bordwerkzeug brauchts um die Karre wieder ans laufen zu bringen?

Der Workshop richtet sich vor allem an Menschen die mit alten Lastern unterwegs sind, als Anschauungsobjekt ist ein Mercedes 508 dabei.

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Workshop: Go fuck yourselves – Kinky DIY Sextoys
@Wagenplatz Connewitz
Freitag, 19.05., 12-16 Uhr

Eingeladen sind / Who’s invited: Der Workshop ist nur für lsbtiq (lesbisch, schwul, bi, trans*, inter*, queer) Personen offen. Cis Heter@s sind diesmal nicht eingeladen. / The workshop is open only to lgbtiq (lesbian, gay, bi, trans*, inter*, queer) people. Cis heter@s are not invited this time.
Teilnehmer_innenzahl / Number of participants: Max. 15
Anmeldung / Sign up: wannamaketoys[at]gmx.de

Wir bringen einen Haufen Zeug mit und ihr könnt mit uns basteln, kreativ werden und euch austauschen.

Es ist möglich Harnesse, Handschellen, Peitschen, Halsbänder, Kitzler und andere schmutzige Spielzeuge zu basteln. Als Material werden wir vor allem recycelte Fahrradschläuche, Mäntel und einen Haufen Schnallen Nieten und Ringe mitbringen. Es gibt ein paar schon fertige Dinge zum anschauen, ausprobieren und inspiriert werden.

Wir freuen uns über Spenden, diese sind jedoch keine Voraussetzung um an dem Workshop teilzunehmen.

Wir wünschen uns für den Workshop einen Raum in dem sich alle wohlfühlen können, das bedeutet wir haben keinen Bock auf kinkshaming und rassistisches, transfeindliches, homofeindliches, interfeindliches, (trans-)misogynes oder anderes diskriminierendes Verhalten und Äußerungen.

/

We are gonna get crafty and creative together and want to create a space to exchange our experiences.

It’s gonna be possible to make cuffs, collars, harnesses, whips, ticklers and other naughty tools. We will provide a lot of stuff, such as recycled bicycle tubes, tires, studs, rings and buckles. There also will be a few finished toys to look at, try out and get inspired.

We are happy about donations, but they are not a requirement to be able to take part in the workshop.

We would like the workshop to be a space in which we can all feel comfortable. Therefore we don‘t want kinkshaming or behaviour or speech which is racist, transphobic homophobic, interphobic, (trans-)misogynist, or in other ways discriminatory.

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Workshop: Raise your voice! Einführung in die Stimm- und Sprecharbeit
@Frauenkultur, Windscheidstraße 51
Freitag, 19.05., 14-16 Uhr
von Rike

Welchen Einfluss haben Rollenbilder auf unsere Stimme? Wie verändern gesellschaftliche Normen und Erwartungen den eigenen Umgang mit Stimme und Sprache? Wer kontrolliert eigentlich mein wichtigstes körpereigenes Instrument?

Der Workshop “RAISE YOUR VOICE!” gibt eine kleine Einführung in die Möglichkeiten der eigenen Stimme, diskutiert gesellschaftliche Eingriffe in den eigenen Aus- und Eindruck und gibt kleine Hilfestellungen für: Alle, die gehört werden wollen, alle, die ihre Stimme erheben wollen, alle, die die Kontrolle über ihr Instrument zurückerlangen wollen und alle, die lernen wollen, ohne Heiserkeit MAL RICHTIG LAUT ZU SEIN !!!

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Workshop: Tattoo
@Dölitzer Str.
Freitag, 19.05., 14-19 Uhr
von Dominika

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Workshop: Kritische Weiblichkeit(en)
@LinXXnet, Bornaische Str. 3D
Freitag, 19.05., 17-20 Uhr

Teilnehmer*innen: 5 – 15 Frauen*
Umfang: 2 Stunden
- leider nur auf deutsch möglich -

Zuschreibungen von „Weiblichkeit“ begegnen uns beständig, nicht nur im sogenannten „gesellschaftlichen Alltag“, sondern auch in Polit-Gruppen, Wohn-/Projekten und Beziehungen. Aber was ist überhaupt unter „Weiblichkeit“ zu verstehen und welche Kritikpunkte gibt es an der Idee „Weiblichkeit“? Dabei stellt sich auch die Frage nach Annahme und Ablehnung von verschiedenen Aspekten von Weiblichkeit und damit verbundenen Widersprüchen.

Im Workshop wollen wir uns mit diesen Fragen und Themen sowie mit eigenen Vorstellungen von Weiblichkeiten und deren Ausdruck auseinanderzusetzen.

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Lesung: WoMANtís RANDom: „Gummiband-Familien – rubberband-families“ & SchwarzRund: „Biskaya“
@MonaLiesA, Bernhard-Göring-Straße 152
Freitag, 19.05., 19-20:30 Uhr

familie ist ein dehnbarer begriff. dehn- und formbar wie die gummibänder, mit denen WoMANtís RANDom dieses faszinierende, zweisprachige familienbuch erstellt hat. gummibänder gibt es einzeln oder gemeinsam, in unterschiedlichen größen. sie begleiten unseren alltag. manchmal rücken sie in den vordergrund, sie halten viel aus und gehen auch mal kaputt. sie sind dynamisch, flexibel, wieder benutzbar wie bindend – und damit wunderbar geeignet, ganz eigene familienbilder zu gestalten.

„gummiband-familien – rubberband families“ feiert das grenzenlose spektrum von familie und lädt zu einem spielerischen, vorurteilssensiblen umgang mit sprache ein, der alle familienangehörigen einbeziehen und wahrnehmbar machen möchte. über die zweisprachigkeit hinaus bietet der band zahlreiche angebote für alle teile der familie, begriffe und vorstellungen selbst mit stift, wort und gummiband zu verändern, zu dehnen und für sich passend zu formen.

WoMANtís RANDom ist media-akrobat*_in, geschichtenerzählende, über_setzende person, buchillustrator_+in und poeT*_in im herzen. fancy (das pronomen von WoMANtís) arbeitet intersektional zu familie, mehrfachdiskriminierungen sowie sprachpraktiken, die raum für respektvolle aushandlungen bieten, und spielt jazzpunk an RANDom orten.

+

„Biskaya“ ist ein afropolitaner Roman über das Leben von Schwarzen Menschen in Berlin. Die dreißigjährige Tue ist mit drei Elternteilen aufgewachsen und verdient heutzutage ihr Geld als Sängerin einer deutschsprachigen Indie-Band. Doch mit den anderen Bandmitgliedern hakt es und auch ihre WG wird Tue immer fremder, Ruhe findet sie allein bei ihrem besten Freund Matthew. Er ist die Familie, die es in ihrem Leben seit Jahren nicht mehr gegeben hat.

In ihrem neuen Roman vermittelt SchwarzRund ein Gefühl, wie es ist, Schwarz zu sein in einem Land von Weißen, ohne dieses Schwarzsein mit einer afrikanischen Region verbinden zu können.

SchwarzRund kam als Schwarze Deutsche Dominikaner*in mit drei Jahren nach Bremen, lebt seit fast zehn Jahren in Berlin. Seit 2013 publiziert sie auf ihrem Blog schwarzrund.de und in diversen Magazinen. Mehrdimensionale Lebensrealitäten inner- und außerhalb von Communitys verhandelt sie in Performance-Texten, Vorträgen und Veranstaltungsreihen.

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SAMSTAG, 20. MAI

Elternschaft und Feminismus
@Dölitzer Str.
Samstag, 20.05., 10-12 Uhr / 13-16 Uhr

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Vulva – Theoretischer Workshop zu Körper, Lust und Selbstermächtigung
@t.b.a.
Samstag, 20.05., 12-15 Uhr

Gesellschaftlich und augenscheinlich körperlich versteckt – wir wollen mit euch die Vulva neu entdecken. Im Workshop widmen wir uns u. a. Beckenboden, Ejakulation und Zyklus und räumen mit euch gemeinsam mit Mythen und unvollständigen Biologiebuchabbildungen auf. Warum sagen wir „da unten“, warum sind Schleim und Blut ein mediales Tabuthema und wie groß ist die Klitoris eigentlich wirklich? Aufklärung 2.0 für Lippen und Hügel ohne Scham.

Despite living in this oversexualised world, information material and well done sexual education on the complexity of vulva carrier´s wonderful body parts is rare. In this theoretical workshop we open space --- to give you some tools to advance your knowledge about the clitoris, ejaculation, menstruation, prostata and orgasm – or give you the oppurtunity to share your knowledge with others and talk in small groups. Viva la Vulva!

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Workshop: Autoschrauben
@Wagenplatz Connewitz
Samstag, 20.05., 12-16 Uhr

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Workshop: Spoken Word
@Wagenplatz Connewitz
Samstag, 20.05., 13-16 Uhr

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How to make Music with a Computer
@Frauenkultur, Windscheidstraße 51
Samstag, 20.05., 15-19 Uhr
by Martyna (Zdrada Palki)

Who’s invited: FLTI* people
Number of people: max. 7
Language: English
Time:4 hours with breaks
What to bring: A laptop, headphones
No experience needed.

This workshop is for flti* people who have no experience in making music but want to learn in a friendly non-judgemental antiprofessional atmosphere. We‘ll look at the FL Studio program (Attention! It unfortunately doesn‘t work on Linux) and learn its basic functions to make a simple beat. Leaving the workshop you‘ll be able to start working on your own.

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Transmisogynie-Workshop
@LinXXnet, Bornaische Str. 3D
Samstag, 20.05., 16-19 Uhr

Trans* Frauen und trans* Weiblichkeiten sind inzwischen selbstverständlicher Teil queerer Räume und Szenen. Nach langen Debatten über unseren Ein- oder Ausschluss, nachdem unsere Existenz Jahrzente lang in feministischen Diskursen ignoriert, abgewertet oder negiert wurde, gibt es in queeren und feministischen Zusammenhängen mittlerweile einen überwiegenden Konsens darüber, dass wir „dazu gehören“. Endlich alles super?

Leider nein. Die reine Tatsache, dass wir nicht mehr regelmäßig gewaltsam aus queeren und „Frauen“-Räumen rausgeschmissen werden, ist zwar schön, reicht aber nicht aus. Weiterhin gilt, dass wir in diesen Räumen möglichst unauffällig zu sein haben, dass wir – als Personen und als Gruppe von Menschen mit spezifischen, oft ähnlichen Erfahrungen – überwiegend ignoriert werden. Wir dürfen zwar die Eingangstür durchschreiten, aber eine andere Person anzusprechen, möglicherweise sogar anzuflirten, oder die spezifischen eigenen Themen zu benennen, gilt schnell als übergriffig und wird als Argument genutzt, uns (individuell und selbstverständlich keineswegs, weil wir trans* weiblich sind) gleich wieder aus dem jeweiligen Raum zu entfernen.

Weiterhin gilt, dass wir in queeren Räumen nicht in der gleichen Weise als begehrenswert gesehen werden, dass uns unser lesbisch- oder queer-Sein abgesprochen wird, dass sich diejenigen rechtfertigen und erklären müssen, die mit uns intime und/oder Liebesbeziehungen eingehen, weil es auch deren lesbisch oder queer Sein in Frage stellt. Weiterhin gilt, dass uns nicht das gleiche Handlungsspektrum offen steht wie cis Frauen und trans* Männlichkeiten. Diejenigen von uns, die sich feminin performen, haben darüber hinaus mit weit verbreiteter Femininitätsfeindlichkeit zu tun. Diejenigen von uns, die sich überhaupt sichtbar performen, werden als „unecht“ und „unnatürlich“ gelesen – in einer Szene, die „Gender als Performance“ zu ihrem Programm erklärt hat.

Diejenigen von uns, die Schwarz oder of Color sind, müssen sich mit Rassismus rumschlagen. Diejenigen von uns die zugeben, als Sexarbeiterinnen zu jobben, gelten nicht als emanzipiert – oder vom Kapitalismus besonders benachteiligt – sondern als schamlose Sexmaniacs, die allen von ihren Genitalien erzählen wollen.

Und das alles ist kein Zufall, keine Anhäufung von unabhängig von einander existierenden, womöglich nur lokalen Einzelproblemen, das ganze ist ein Ausdruck struktureller Diskriminierung, der einen Namen hat: Trans*misogynie.

Die allermeisten von „uns“ trans* Weiblichkeiten, so unterschiedlich unsere Persönlichkeiten, Erfahrungen und Lebenssituationen auch sind, sind (nicht nur, aber auch) in feministischen und queeren Räumen in irgendeiner Art von Trans*misogynie betroffen. Häufig, vermutlich sogar in den allermeisten Fällen, liegt das nicht an aktiver Bösartigkeit oder zielgerichtet diskriminierendem Verhalten der nicht-trans* weiblichen Mehrheiten in diesen Räumen, sondern schlicht an der Unwissenheit darüber, dass es Trans*misogynie überhaupt gibt, wie sie funktioniert, und wie sie reproduziert wird. Viele der Zuschreibungen, Unterstellungen, Verletzungen und Ausgrenzungen, die wir erfahren, passieren „im vorbei Gehen“, werden unbewusst oder sogar ungewollt gegen uns ausgeübt. Das ändert aber nichts daran, wie weit verbreitet diese Mechanismen sind.

In diesem Workshop will ich grundsätzlich vorstellen, was Trans*misogynie ist und wie sie sich – speziell in feministischen und queeren Szenen – zeigt. Ich will aufklären über die Situation, in der sich viele trans* Weiblichkeiten befinden, sobald sie sich in „die Szene“ begeben und den Teilnehmer_innen die Möglichkeit geben, sich selbst und ihr Verhalten zu überprüfen und weiter zu entwickeln. Mir geht es nicht um moralische Schuldzuweisungen oder um eine neue „wir/die anderen“-Polarität, mir geht es darum, allgemein ein Klima in der Szene zu benennen und mit zu verändern, das strukturell ausgrenzend gegenüber trans* Weiblichkeiten ist, und das von großen Teilen „der Szene“ reproduziert wird. Und der erste Schritt dahin ist Aufklärung.

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Lesung und Diskussion mit Mithu M. Sanyal: „Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens“
@MonaLiesa, Bernhard-Göring-Straße 152
Samstag, 20.05., 19 Uhr

Am Thema Vergewaltigung entzünden sich immer wieder erbitterte Debatten, manifestiert sich die Haltung der gesamten Gesellschaft gegenüber Geschlecht, Sexualität und Verletzbarkeit. Doch trotz breiter medialer Berichterstattung gibt es bis jetzt keine umfassende, sachliche Auseinandersetzung mit diesen Zusammenhängen. Mithu M. Sanyal schließt diese Lücke.

Sie zeichnet nach, wie wir als Gesellschaft über Vergewaltigung reden und wie sich das wiederum auf die Realität von Vergewaltigung auswirkt. Beim Sprechen über sexuelle und sexualisierte Gewalt halten sich hartnäckig die Vorstellungen von aktiver, aggressiver Männlichkeit und passiver, bedrohter Weiblichkeit. In diesem Zusammenhang betrachtet Sanyal auch die Rolle, die Rassismus spielt, was sexuelle Selbstbestimmung und Konsens wirklich bedeuten, und wie über die Jahrhunderte nicht nur Sexualität, sondern auch Gewalt gegendert wurde.

Von Aristoteles bis #aufschrei und #ausnahmslos, über Foucault, feministischen Kämpfe um die Anerkennung von Vergewaltigung bis hin zu Gina-Lisa Lohfink geht Sanyal der Frage nach, wie Vergewaltigung gesellschaftlich verhindert werden kann. Was heißt »Nein heißt nein«? Was heißt »ja heißt ja«? Und welche Debatte müsste sich jetzt an die Reform des §177 StGB anschließen?

Dr. Mithu Melanie Sanyal wurde 1971 als Tochter einer polnischen Mutter und eines indischen Vaters in Düsseldorf, Oberbilk geboren, wo sie inzwischen wieder mit ihrem Partner, Charles Matthew Rouse, einem englischen Musiker, und deren beiden Kindern lebt. Sie ist promovierte Kulturwissenschaftlerin, lehrt an verschiedenen Universitäten und schreibt neben Büchern auch für diverse Rundfunk- und Printmedien wie EMMA und Missy Magazine.